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10.05.2005
Gesundheitsnews 2

Weitere Infos von der Tagung SpoMed04-New Orleans (ich war natürlich nicht dort):

Der Erholungspuls wird ja oft im Leistungsgsport und in meinem früheren Job (Pilotenfitness) als Indikator für den Trainingszustand verwendet.
Dort wird aber das Absinken der HF nach maximaler Belastung gewertet, dies ist im Gesundheitssport gar nicht gefragt.

Nach den neuen Untersuchungen reicht ein Absinken der Herzfrequenz 2min nach Belastungsende um 22 Schläge als Zeichen dass wir für unsere Gesundheit gut gearbeitet haben.

Und wie immer macht es die Dosis: nicht zu viel auf einmal und nicht zu wenig, nicht zu schnell beginnen, früh beginnen (am besten als Kind - aber es ist nie zu spät) und regelmäßig bewegen.


Aus dem Bericht:
Einige Referenten wiesen auf die neueren Befunde hin, wonach die Herzfrequenz in der Erholungsphase ein prognostischer Indikator ist:
Zwei Minuten nach Belastungsende sollte die Frequenz um mehr als 22 Schläge/min abgefallen sein. Kavanagh (Toronto) stellte Befunde an über 12 000 Infarktpatienten vor, die seit 1968 dort im Rahmen der Rehabilitation betreut wurden. Ein MET von 6 oder mehr (in etwa 100 Watt) ging mit einer um 60 % geringeren Sterblichkeit einher als bei einer geringerer Leistungsfähigkeit.
Levine (Dallas) hob hervor, dass drei Funktionen wesentlich zur Senkung von Mortalität und Morbidität beitragen würden: eine verbesserte Endothelfunktion, eine verminderte Thrombozytenaggregation und eine Steigerung der Vagus-Kontrolle (gemessen mit der Herzfrequenzvariabilität und dem Barorezeptoren-Reflex).
Seine Empfehlung: “Begin early, stay as long as possible with the training”.
Bemerkenswert ist der Umstand, dass die meisten Autoren sich auf die Veröffentlichungen der Leipziger Schule bezogen (Hambrecht und Mitarbeiter). Swain (Chicago) betonte die antithrombotischen und antiarrhythmischen Eigenschaften des körperlichen Trainings.
Er bestätigte die Wirkung eines moderaten Trainings (40-59 % der V02max), eine höhere Intensität (60-84 %) habe jedoch weitere und bessere präventive Effekte. Das potentielle Risiko durch intensive körperliche Aktivität könne durch einen dosierten Anfang und ein regelmäßiges Training erheblich gesenkt werden. Eine Vorsorgeuntersuchung wurde empfohlen.

Anmerkung 1:
1 MET (metabolisches Äquivalent = 3,5ml/kg KG/min) ist ungefähr der Sauerstoff/Energieverbrauch beim ruhien Sitzen.

Anmerkung 2:
Ganta (mein Freund aus frühen Tagen) hat die Gesundheitsnews 1 gelesen und beschlossen sein Rad wieder vom Land ins schöne Wien mitzunehmen, um dort auch diverse Wege mit "Manneskraft" zurückzulegen.
Freut mich natürlich sehr wenn das geschriebene (bzw. abgeschriebene) Wort sich positiv auf unsere Gesundheit auswirkt.


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