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13.12.2012
Radlobby Tulln

Tulln - Die Radlobby gibt's nun auch in Tulln

Verfasst von karlzauner am 13 Dezember, 2012 - 17:48

Die Gründungsversammlung war mit 20 Teilnehmern erfolgreich und es sind auch einige „brennende“ Probleme durch die neuen Lobbyisten aufgezeigt worden.
Mit allen, die keine Zeit hatten, beim ersten Treffen dabei zu sein, aber schon persönlich für eine Mitarbeit angemeldet haben, hat die Tullner Gruppe jetzt zu Beginn 25 aktive Teilnehmer.
Im kommenden Jahr können wir bei diversen Aktionen an unseren „Gefahren-Hotspots“ weitere AlltagsradlerInnen für die Radlobby Tulln gewinnen.
Nächste Aktivitäten
Nun wird es nach Weihnachten darum gehen, dass wir Vorschläge oder Lösungsmöglichkeiten für die aktuell augenscheinlichsten Gefahrenstellen suchen und der Gemeinde vorschlagen wollen.
Einige Stellen wie z.B. der vor dem Kreisverkehr Buchingerkreuzung plötzlich endende Radweg oder die Unterführung Stadtbahnhof sind baulich schon so „vermurkst“ worden, dass es sehr schwer ist und wird, dort Verbesserungen zu erreichen. Aber das ist ja der Sinn dieser Radlobby-Gruppe: aus der Vielfalt unserer Erfahrungen als AlltagsradlerIn nach einer Lösung suchen und das ist sicher leichter und erfolgversprechender als wenn die Situation durch die Windschutzscheibe des Autos betrachtet wird.

Weitere gute Lösungen in Tulln
Weiters geht es dann darum, dass wir zu den bestehenden guten Lösungen in Tulln - wie z.B.:
- von Osten oder Westen der Donau entlang kommend zum Hallenbad und Minoritenplatz
- entlang der Garten Tulln
- oder auch entlang der kleinen Tulln vom Aubad Richtung Süden
eine schnellere Lückenschließungen im sonstigen Radweg-Fleckerlteppich fordern.
Wir wollen die generelle Ausrichtung der Radwege und des Tullner Radwegkonzepts an unsere Bedürfnisse als AlltagsradlerIn anpassen. Die alten Radwegkonzepte und Lösungsmöglichkeiten waren doch zu stark durch die Autolobby beeinflusst.
Nun ist eine Neuausrichtung an die, durch das Verkehrsministerium vorgegebenen, Richtlinien für den Bau von Radfahranlagen (RVS 02.03.13) notwendig. Diese enthalten als wesentliche Gestaltungsmerkmale eigentlich genau das, was man im Großen und Ganzen auf der Forderungsseite von Radlobby lesen könnte:
• Die Fahrrad-Nutzung ist von Vorhandensein eines Radverkehrsnetz abhänging (also zuerst muss der Radweg da sein, dann kommen die Radler und nicht umgekehrt!)
• Das Radverkehrsnetz hat zusammenhängend, geschlossen und sicher zu sein
• Es orientiert sich an Wunschlinien Ziel – und Quellpunkte und verbindet diese möglichst sicher, umwegfrei, attraktiv und komfortabel
• Im Ortsgebiet sollen Radverkehrsanlagen nicht zu Lasten des Fußgängerverkehrs, sondern vorwiegend getrennt geführt werden

Denn wenn 60% der Fahrten kürzer als 6 km und 1/3 der Fahrten sogar kürzer als 3 km sind, und mich bei Fahrten bis 5km das Rad gleich schnell und direkter ans Ziel bringt, das Rad nur 10% der Parkfläche eines Autos verbraucht, keine Schadstoffe ausstößt und ich nur meine eigene Energie und damit Kalorien verbrauche und etwas für meine Gesundheit und die Umwelt tue, dann muss das mehr gefördert werden als der Autoverkehr.
Der/die AlltagsradfahrerIn müssen sogar bevorzugt behandelt werden.

Im Frühjahr soll es dann in Tulln eine größere Versammlung und Präsentation unserer Vorstellungen von Verbesserungen für den Alltagsradverkehr und damit auch gleichzeitig für die FußgängerInnen geben, begleitet von einer Präsentation der Gemeinde was sie in nächster Zeit für die AlltagsradfahrerInnen und FußgängerInnen plant.

Bericht von Alfred Kaiblinger, Sprecher der Radlobby Tulln



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