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11.01.2011
Bundesheer und Sport

Bei uns noch in Diskussion, bei den nachbarn geht es schon sn's "Eingemachte":
Soldaten in Uniform blicken in ungewisse Zukunft
Berlin (SID) Die deutschen Sportsoldaten blicken in eine ungewisse Zukunft. Das Verteidigungsministerium kann die Weiterbeschäftigung von derzeit 824 Athleten nicht mehr garantieren. Wegen der Reform im Ministerium steht auch die Sportförderung auf dem Prüfstand. Die Olympiasieger aus den Reihen der Sportsoldaten sind möglicherweise bald Auslaufmodelle.
„Wir wollen es gerne weitermachen. Die Zusammenarbeit war in der Vergangenheit sehr erfolgreich“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Kosendey (CDU) aus dem Verteidigungsministerium. Für seinen Arbeitgeber hatte das teure Hobby eine wichtige Funktion: „Für uns ist die Sportförderung eine Möglichkeit, das Verteidigungsministerium attraktiver zu machen“, sagte Kosendey.
In Zukunft muss das Militär um sein schmuckes Beiwerk fürchten. Die Reform macht auch vor den Sportsoldaten nicht Halt. In einem ersten Schritt wurde die Reduzierung der Förderplätze bis Olympia 2012 in London von bislang 824 auf 744 beschlossen. Damit soll aber das Ende der Fahnenstange erreicht sein.
„Die Schreckensmeldung vom Aus der Sportsoldaten stammten aus der Zeit, als die Gesamtzahl der Soldaten auf 163.500 Soldaten reduziert werden sollte. Nun planen wir mit 180.000 bis 185.000 Soldaten und sind deutlich optimistischer“, sagte Kosendey vor Sportpolitikern im Deutschen Bundestag. Bislang kostet die Förderung 30 Millionen Euro pro Jahr. Die Kooperation ist in der Tat von Erfolg gekrönt. Allein bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gewannen die Soldaten 17 der 30 deutschen Medaillen.
Die Kombination aus Sport und Militär hat in Deutschland eine große Tradition. Schon im Jahr 1968 wurde das Verteidigungsministerium durch einen Beschluss des Parlaments mit der Sportförderung beauftragt. Da es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt, sollten sich nach Meinung von Kosendey nun auch andere Ressorts und Ministerien verstärkt in die augenblickliche Debatte um die Förderung der Top-Athleten einschalten. „Aus dem Sport sollte ein Signal kommen, dass das notwendige Geld aus dem Haushalt weiter fließt.“
Während CDU-Sportpolitiker Klaus Riegert dem Verteidigungsministerium für das Engagement dankte und auf eine Fortsetzung der Kooperation hoffte, forderte die Opposition eine Überprüfung, ob die Sportförderung nicht auch in den anderen Ministerien verstärkt unterzubringen sei. Dagmar Freitag, Vorsitzende des Ausschusses, fürchtet in einem weiteren Schritt die Reduzierung der derzeit 15 Standorte der Fördergruppen, in denen die Sportler als Obergefreite, Unteroffiziere oder Oberstabsfeldwebel geführt werden. Mit einer Entscheidung wird Anfang 2011 gerechnet.


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