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26.09.2004
die ersten Strassenbewerbe

Am Freitag und Samstag sind wir die ersten Strassenbewerbe gefahren. Freitags hatten die Handbiker ihr Strassenrennen und wir konnten gleich 2 Medaillen gewinnen: Hans Mayrhofer in der HC B/C und Christoph Etzlsdorfer in der HC A. Zwar haben wir ja von beiden eine Medaille erwartet, aber bei solch wichtigen Wettkaempfen kommt es dann doch oft anders. Unseren beiden Fahrern blieb das Glueck gottseidank hold. Wolfgang Schattauer wurde 5 in der HCA.

Michi Kurz lag 2 Runden vor dem Ziel schon ca. eine Minute zurueck, als aber die Spitzengruppe dann zu taktieren begann und langsamer wurde konnte Michi dies ausnutzen um wieder aufzuschliessen. Er wurde im Sprint seiner Gruppe 6.
Seine Aussichten fuer das morgige Zeitfahren (wird in einer Kombination mit dem Strassenrennen bei CP und LC als ein Bewerb gewertet) sind also ganz gut, er koennte noch den Sprung aufs Stockerl schaffen. Seine Konkurrenten auf der Bahn waren zwar in den Zeitfahrdisziplinen schneller als er, aber Michi hat auf der Bahn noch wenig Praxis und auf der Strasse faehrt er sicher besser.

Keinen Zweifel ueber eine Medaille wird es bei Wolfgang Eibeck geben, der das Strassenrennen im Sprint einer 3-Mann Spitzengruppe gewann.

Ebenfalls beste Chancen auf eine Medaille hat Wolfgang Dabernig, er belegte den 3. Platz.

Ich selbst habe mir beim Strassenrennen nichts erwartet und wusste, dass meine Kollegen mir das Ueberleben sehr schwer machen koennen. Leider wars dann auch gleich zu Beginn so: ueberhaupt ein schlechter Tag (Vornacht nichts geschlafen, Gastritis, gekotzt,...) und dann fahren die Typen schon wieder beim Start in der neutralisierten Phase volles Karacho weg und am Rennleiter vorbei. Der winkt sie zurueck, faehrt wieder 200m neutralisiert, gibt das Rennen frei und... volle Attacke den Huegel hinauf. Ich versuche dran zu bleiben, werde etwas lang, versuche aber bei der Abfahrt wieder ganz ranzukommen. Voller Speed den Huegel runter zur Wende, schliesse auf den letzten Fahrer auf, bremse spaet und etwas zu stark. Auf der glatten Strasse kommt das Hinterrad, aussteuern, Kurve vorsichtig ausgefahren und wieder ist ein Loch da und es geht wieder voller Speed den Huegel hinauf.
Der starke Wind vom Nachmittag hat sich zum Abend hin (wir starteten um 15.45) nicht wie ueblich gelegt, sondern es ist ein schoener Sturm draus geworden.
Der blaest mir den Huegel rauf voll ins Gesicht und beutelt an meinen 60kg, die dem Sturm auch in den nachfolgenden Runden leider zu wenig entgegensetzen koennen. Es ist keine Chance zum Feld aufzuschliessen, die fahren wie ueblich in der LC2 eine Attacke nach der anderen, bis sich 4 Fahrer absetzen koennen. Erst da wird das Tempo der Hauptgruppe normal, aber leider fuer mich zu spaet. Ich habe in der Zwischenzeit den hinter mir fahrenden Griechen aufschliessen lassen und teile mir mit ihm bis zum Ende des Rennens den Wind. Wenigstens kann ich dann den Griechen auf den letzten 1000m noch den letzten Platz ueberlassen, zwar ein sehr kleiner Trost fuer so ein beschissenes Rennen, aber letzter zu sein ware dann noch eine Steigerung gewesen.

Also heute ausrasten und am Zeitfahrrad etwas trainieren um sich an die Position zu gewoehnen und hoffen dass wir am Montag bei den Zeitfahren die Medaillen sicherstellen koennen, keine Defekte haben, etc.

So wie es scheint erreichen wir als Radlerteam eine tolle Medaillenbilanz, es koennten von uns sieben Fahrern 4 oder 5 eine Medaille (oder mehr) machen - wenn wir sie dann aufteilen hat jeder eine ;-)

Heute habe ich zum ersten Mal ein Erdbeben an meinem Bett ruetteln gespuert. Um 6Uhr hatten einige von uns das Gefuehl jemand versucht uns zu wecken und ruettelt an unserem Bett. Beim 2ten Mal wars dann aber schon ein sehr komisches Gefuehl.


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