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21.09.2004
der 1000er auf der Bahn

Gestern nachmittag sind wir auf der Bahn die 1000m Zeitfahren gefahren, also 4 Runden oder ca. 70 bis 80sek voll hinhalten, alles übersäuert, schmerzt, es wird in der dritten Runde schon ein wenig schwarz vor den Augen usw. Aber wenn's vorbei ist hat es einem trotzdem getaugt.

Das einzige Problem bei diesem Bewerb war, dass wir wegen der Reduzierung von Bewerben nicht in unserer Klasse fuhren, sondern alle 4 Amputiertenklassen zusammengeworfen und nach ihrem derzeiteigen Weltrekord über diese Distanz gewertet wurden. Also Medaillenchancen nur für die Klasse LC3 und LC4 (diese stellten dann auch die ersten 4), da dort die Weltrekordzeiten noch nicht wirklich gut waren. Aus diesem Grund gingen aus meiner Kategorie auch nur 8 Fahrer an den Start, ich wäre in meiner Klasse 6. geworden. Die Zeit von 1:19,558 bedeutet aber eine Verbesserung des österreichischen Rekordes um 1,2 Sekunden, der alte Rekord wurde aber in der Höhe aufgestellt, also bin ich mit meiner Zeit sehr zufrieden.

Wolfgang Dabernig fuhr mit 1:34,934 um gute 2 Sekunden schneller als bei der DM in Augsburg im Mai, abenso Michi Kurz in seinem Lauf mit 1:22,14 um 2,5 Sekunden schneller als in Augsburg. Das alles sind neue österreichische Rekorde über 1000m, auch Wolfi Eibeck verbesserte seinen mit 1:10,7 um 0,2sek.

Also sehr erfreulich bis jetzt. Nicht so erfreulich für mich war es als ich heute die Qualifikationsrunde für den Teamsprint gesehen habe, an dem wir wegen Nichtqualifikation von Norbert Zettler (unserem 3. Fahrer) nicht teilnehmen konnten und auch leider auch vom IPC keine Wild Card erhielten (Australien erhielt gleich 3). Mit unserer voriges Jahr bei ähnlichen Bedingungen im Oktober in Wien gefahrenen Quali-Zeit von 57,7sek hätten wir uns locker fürs Semifinale qualifiziert und hätten wahrscheinlich um eine Medaille mitfahren können - schade.

Heute waren wir 2 Stunden locker auf der Strasse trainieren um die harten Belastungen der Bahn etwas aus den Beinen zu bringen und am Samstag beim Straßenrennen flinke Beine zu haben und alles geben zu können - wir werden sehen wie's wird.

Wir hatten auch wieder hohen ministeriellen Besuch hier, der Herr Sportminister Schweizer folgt ja dem von Exministerin Riess-Passer eingeschlagenen Weg der finanziellen Unerstützung des Behindertensports, wir profitierten schon davon (Rubbellosaktion und Jagd nach Gold) und konnten viele bis jetzt unfinanzierbare Ausrüstungen oder Räder ankaufen - aber es fehlt trotzdem noch einiges, zuhause warten ja auch ein paar andere gute Fahrer auf den nächsten int. Großbewerb.

Morgen wollen wir ca. 3 Stunden am Straßenkurs trainieren und hoffen dass er nicht so "arschglatt" ist wie einige Stellen unser Trainingsstrecke rund ums olympische Dorf, wo die Strasse an ein paar Stellen schon von weitem spiegelt, die Räder beim leichten Berühren der Bremse schon rutschen oer beim bergauf stangeln gleich das Hinterrad durchrutscht.

Ansonst läuft es hier noch immer ganz gut, die Stimmung bei uns Radlern optimal (haben auch am Ende der Ausfahrt ein Heineken getrunken), die Lieben zu hause fehlen mir aber schon.


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