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20.09.2004
Silbermedaille für Eibeck

Eigentlich wollte ich gestern noch am Abend nach den Rennen schon einen Bericht schreiben, aber nach dem Abendessen bin ich dann (wegen einer schlechter werdenden Druckstellung am Stumpf) doch lieber ins Bett um aus der Prothese raus zu kommen. Mit ein paar Kuehlbeuteln geht jetzt die Schwellung schon zurück.

Also wie war’s gestern?

In seiner Paradedisziplin, den 4000m Verfolgung konnte sich Wolfgang Eibeck am Sonntag die Silbermedaille erkämpfen und musste sich nur dem äusserst starken Australier Peter Brooks geschlagen geben, der in allen Läufen schneller fuhr als Eibeck.
Der Australier war optimal vorbereitet, nach Jahren der 2.und 3.Plätze top motiviert und richtig hungrig nach dem großen Erfolg. Eibeck konnte die beim Training in Wien ohne Probleme gefahrenen Rundenzeiten nie auf die ganze Renndistanz durchhalten, über eine Silbermedaille darf man sich jedoch immer freuen.

Ich selbst bin zwar in der Qualifikation noch ins Semifinale aufgestiegen, dort fuhr ich jedoch gegen den zeitschnellsten Spanier Roberto Alcaide, der im Semifinallauf gegen mich einen neuen tollen Weltrekord fuhr, mir blieb der 8.Platz.

Wolfgang Dabernig konnte seinen 3.Platz von der Quali im kleinen Finale leider nicht halten und gab den 3.Platz an den deutschen Beier ab. Natürlich haben wir schon sehr auf die Bronzene gehofft, aber es war auch erst sein 2ter Wettkampf ueber 3000m auf der Bahn, man darf also nicht unbescheiden sein, der 4.Platz ist eine sehr gute Leistung.

Michi Kurz wurde nach seinem Sturz nach dem Zieleinlauf ueber die 1000m am Samstag gestern ueber die 3000m Neunter. Der Sturz vom Vortag verlief aber gottseidank glimpflich, es klebt jetzt immer nur die Hose an seinem Knie und an ein paar anderen Schleiftstellen.

Auf der Bahn stehen jetzt noch die 1000m-Einzelzeitfahren an, da diese jedoch in einer Gesamtwertung aller 4 Behindertenklassen mit einem Zeitfaktor gewertet werden sind die Klassen der beiden RC Tullnfahrer chancenlos auf eine vordere Platzierung, das Reglement bevorzugt hier mit seiner Umrechnung die Klasse der schwerer Behinderten.

Man merkte aber auch dass uns österreichischen Fahrern die Bahnerfahrung insgesamt fehlt, sowie das Training auf unterschiedlichen Bahnen. Wir hatten zwar in der Jahresplanung ein Training auf anderen Bahnen (offen oder mit verschiedenen Belägen) vorgesehen, konnten dieses aber aus finanziellen Gründen nicht durchführen. Somit blieben wir mit unserem Training im Wiener Dusikastadion, die uns zwar sehr gute Trainingsmöglichkeiten bietet, aber die ersten Tage auf der Bahn hier mit dem immer stärker werdenden Wind machte uns doch Probleme bei der Übersetzungswahl oder beim Halten der Linie in der engen Kurve.
Es gäbe also noch viel aufzuholen für die nächsten Jahre, wollen wir auf der Bahn weiter im Spitzenfeld mitmischen.


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