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18.08.2005
EM Mittwoch

Heute Vormittag hatten wir die IPC-Besprechung mit den Nationen, es geht um den weiteren Weg des Behindertenradsports und die Integration in die UCI.
Das IPC selbst bremst bei diesem Vorgang etwas, aber die UCI selbst unter Führung von Hein Verbruggen möchte uns auf jeden Fall noch heuer integrieren, nachdem Verbruggen mit Jahresende seine Präsidentschaft beendet.
Die Australier organisierten gestern Abend eine Besprechung unter den Nationen und berieten untereinander was sie für den richtigen Weg halten. Und beeindruckend und bestätigend für unsere Arbeit im IPC-Cycling-Committee war das nahezu alle Nationen dies als den einzig möglichen Weg sehen um unsere Sportart weiterzuentwickeln.
Also werden wir sehen ob man den Wechsel nicht doch etwas beschleunigen kann, die Nationen müssen natürlich unterstützt werden auf ihrem Weg und es beleibt natürlich ein miteinander des NPC mit dem NCF.

Heute starten die Handbiker am Nachmittag ihre Strassenrennen, unser Medaillenlieferant Hans Mayerhofer ist leider aus Verletzungsgründen nicht dabei, wir werden sehen wie es läuft.

Ich werde morgen im Zeitfahren auch starten, warum eigentlich? Viele werden vielleicht meinen, vom Alter und der Leistung her könnte ich mich eher auf das Funktionärs- und Pensionärsleben konzentrieren.
Aber national muss ich sowieso weiterfahren damit wir genug Starter haben, und international zu fahren macht mir immer noch Spaß, auch ohne Topplatzierung.
Aber es gibt für mich noch einen wesentlichen Grund: Bei der Arbeit im nat. und int. Verband arbeitet man als betroffener Sportler ganz anders als als reiner Funktionär. Ich kann so die Reglementänderungen etc. aus der Sicht der Sportler sehen, dies ist meiner Ansicht für den Sport sehr gut. Damit fiel es mir zb. auch leichter zu beurteilen wie viele Kettenblätter, Ritzel etc. in welchen Größen ich ankaufen muss, damit alle 7 Bahnfahrer mit einer jeweils auf sie optimal abgestuften Übersetzung an den Start gehen können.
Natürlich wird meine Leistung bei einem int. Wettkampf wie diesem nicht besser wenn ich gleichzeitig als Mannschaftsführer arbeite, Pressearbeit mache, für das IPC arbeite, dem Mechaniker helfe etc.
Vielleicht scheint es einigen auch übertrieben wenn ich zwischen den Bewerben Räder putze, Ritzel schraube und immer irgendwie herumarbeite und „hyperaktiv“ scheine wie Vassillis. Wir sind vom Therapiesport in den letzten Jahren soweit zum Hochleistungssport übergegangen, dass es auch bei uns oft auf die kleinste Kleinigkeit ankommt um am Podium zu stehen oder einen Weltrekord zu fahren.
Spaß haben kann man trotzdem (auch an der Arbeit), sicher am Abend und ein paar Scherze während der Vorbereitung auf den Wettkampf lockern das Klima. Aber ohne volle Konzentration und Arbeit für den Wettkampf ist bei internationalen Meisterschaften nichts mehr zu holen. Und außerdem habe ich auch Material für unsere Sportart beschafft, das einen Wert von bald einer halben Million Schillinge darstellt. Ich habe es beantragt, begründet, angekauft, vorfinanziert und bin für die Lagerung, Wartung, Erhalt und den Einsatz verantwortlich. Da kann man schon etwas mehr darauf aufpassen.

Und der Erfolg des Teams bis jetzt schon bestätigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin, und ich arbeite seit vielen Jahren daran den österreichischen Behindertenradsport weiterzuentwickeln. Wir haben national bedeutend mehr Starter als vor 10 Jahren und international werden wir hoffentlich bald Österreichs erfolgreichste Behindertensportart sein.


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